Omas Waschtisch mit moderner Technik vol.2

By | September 16, 2015

Omas WaschtischKenner haben es sicher bereits auf dem großen Foto auf der Vorseite erkannt: Dieser Waschtisch ist eine klassische Rahmenkonstruktion, die üblich war, als Möbel noch aus massivem Holz und nicht aus furnierten Span- oder Tischlerplatten hergestellt wurden. Holz arbeitet, d. h. es schüsselt, schwindet oder dehnt sich aus, wenn es wechselnden Temperaturen ausgesetzt ist. Ein massiver Rahmen aus solide verdübelten und verleimten Hölzern gibt den Füllungen Halt und läßt dieses Arbeiten in geringem Maße zu, ohne daß sich das Möbel verzieht. Auf den Fotos rechts sehen Sie, wie man Rahmen und Füllungen anfertigt und welche Werkzeuge dafür benötigt werden.

Massives Leimholz ist das Material für Rahmen, Füllungen und Böden. Man schneidet sie mit der Tischkreissäge zu (Schutzhaube wurde nur für das Foto entfernt!). Eine Bohrlehre, aus Restholz verleimt, wird für die Dübelbohrungen auf die Hirnenden der kurzen Rahmenhölzer gespannt. Sie garantiert gleiche Bohrabstände.  Alle Nuten für die Füllungen können auf der Tischkreissäge oder mit der Oberfräse herausgearbeitet werden. Die Nutbreite sollte 8 mm, die Tiefe 12 mm betragen. Mit Dübelmarkern, in die Bohrungen der kurzen Rahmenhölzer gesteckt, körnt man die langen Rahmenstücke an. Ein Hilfsbrett mit Anschlagwinkel gibt Führung. Kantenbündig verleimen muß man die beiden verschieden breiten Hölzer für die aufrechten Rahmenstollen vorn. Leim auftragen, mit Zwingen zusammenfügen. Drei Ziernuten, mit einem 8-mm Halbrundfräser in der Oberfräse herausgearbeitet, lockern die Stollenvorderseite auf. Die Stollen zuvor plan hobeln, schleifen. Sämtliche Füllungen werden aus 19 mm Leimholz zugeschnitten. Mit dem gleichen Halbrundprofilfräser ringsum eine 8 mm tiefe Nut in die Füllungsfronten fräsen.
Ein Hilfsanschlag mit 11 Grad Neigungswinkel, auf dem Sägetisch festgespannt, ermöglicht eine sichere Führung beim Schrägschneiden der Füllungsfronten.
Nur in die Dübellöcher wird beim Verleimen der Schrankseiten ausreichend Leim gegeben. Die Füllungen werden mit je einem Tropfen Leim in den Nuten fixiert.
Mit drei langen Spaxschrauben, aber ohne Leim verbindet man die Schrankseiten mit dem Boden. Je zwei Dübel pro Seite geben Führung beim Verschrauben.

Reicht Ihr Platz für dieses schöne, nostalgische Möbel? Nach den Maßangaben in dieser Skizze können Sie’s schnell herausfinden. Mehr Details dazu finden Sie in unserem großen Bauplan.

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