Jede Nische optimal genutzt!

By | September 11, 2015

Es gibt sie einfach überall, im Bad, in der Küche, hinter Türen, unter Treppen: Nischen und Ecken, die völlig ungenutzt bleiben. Aber warum eigentlich?
Mit ein paar Ideen und handwerklicher Initiative bekommen sogar ungeübte Selbermacher tolle Lösungen hin. Zwölf Vorschläge, wie Sie mehr aus Ihrer Wohnung machen.

Treppenregal

Der Raum unter der Kellertreppe: ein idealer Platz für ein paar auf !; Maß angefertigte Rollregale für Kleinmaterial oder Vorräte. Mit Möbelverbindern befestigen Sie die Blende beidseitig an Oberund Unterboden. Die übrigen Rollwagenteile fest verschrauben. Einfache Kastenrollen, unter die Unterböden geschraubt, reichen aus, um die etwa 40 cm breiten Rollwagen mobil zu machen. Die Schrägung der Treppenwange bestimmt die Form für die Oberseite der Rollwagenblende, die etwas breiter sein sollte als der Rollwagen. Das Baumaterial: beschichtete Spanplatte, 19 mm.

Staupodest

Mit Flachdübeln und Leim verbinden Sie Podestplatte und -stollen. Aufgeleimte Leisten geben den Schubkästen mehr Führung.
Von hinten verschrauben können Sie die Blende aus 19 mm Leimholz mit den Kunststoffkästen. Zuvor die Grifflöcher aussägen. Praktische Kunststoffkästen, an den Ecken mit Möbelrollen versehen (Ikea), bilden die Grundlage für diese Podestlösung im Schlafraum. Sie wurde auf die Seitenhöhe des Bettes abgestimmt und läßt sich in der Breite & dem Raum anpassen. So j schaffen Sie Stauraum und Abstellfläche zugleich.

Bucherkarussell

Eine ganz besondere Lösung ist unser Bücherkarussell. Und das gleich zweifach: Der Aufbau mit runden Böden ist etwas für gewiefte Selberma-cher, und es bietet richtig viel Platz, wo man sonst nur wenig unterbringen kann: in einer Stubenecke.
Holzart und Bauhöhe wählen Sie passend zu Ihren Möbeln. Zuerst verbinden Sie die aufrechten Teile des Karussells, dann schrauben Sie die Böden für die Bücher dazwischen. Dann folgen die Dreiecke, die nur eingeleimt werden. Die Rückwände der Turmhalterung, mit der Grundplatte verschraubt, werden an die Wand gedübelt. Dann setzt man den Turm auf die Grundplatte und schraubt den Deckel mit der Achse auf den Platten der Halterung fest.

Die aufrechten Teile des Bücherkarussells haben wir aus furnierten Spanplatten zugeschnitten, die Vorderkanten jeweils auf einen Winkel von 65 Grad abgeschrägt. Die Tischkreissäge wird dafür auf einen Schnittwinkel von 25 Grad eingestellt. Alle Kanten mit Umleimerstreifen versehen. Eine Raumecke zwischen zwei Schränken bietet Platz für dieses praktische Bücherkarussell. Es läßt sich leicht um seine Achse drehen und macht so den Zugriff auf alle darin verwahrten Bücher, CDs oder Kassetten möglich.

Gastergarderobe

Was tun, wenn plötzlich viel mehr Mäntel und Jacken untergebracht werden müssen, als die vorhandenen Haken fassen können? Wenn Sie sich Ihre Garderobe so einrichten, wie wir es Ihnen hier zeigen, sind Sie für alle Fälle gerüstet, ohne daß Ihre Gästegarderobe Platz beansprucht. Im Gegenteil, die Lösung mit der Spiegelfläche, die zugleich die „Garage“ für eine herausziehbare Garderobenstange verbirgt und sich an jedem ausreichend breiten Raumvorsprung anbringen läßt, wirkt auch gestalterisch ansprechend. Der dicke Rundstab rechts ist fest mit dem Untergerüst verbunden.

Eckregal

Ein Blick aus der Vogelperspektive (siehe Zeichnung) macht Sie mit der Raumsituation vertraut. Ein enger Flur, ein Einbauschrank mit Schiebetüren – und eine Raumecke, in der ein hoher Spiegel an der Wand befestigt ist.
Mit einem separaten Eckregal, das wir auf Schrankhöhe eingepaßt haben, erscheint die Seitenwand des Schranks viel gefälliger, ohne daß der Bewegungsraum in diesem Entree eingeengtwird. Die Stellfläche auf den Böden reicht für ein paar Kleinigkeiten -und die Fläche zwischen Schrank und Wand erhält eine Deckelplatte mit Einbaustrahlern, die den Platz vorm Spiegel ausleuchten.

Hangetisch

Ein Klapptisch ist ein ideales Möbel, wenn man auf beengtem Raum einen Platz fürs Hobby oder schnelle Frühstück haben möchte. Den großen, stabilen Eßtisch soll und kann er nicht ersetzen. Aber handwerklich sauber und aus einem edlen Holz gebaut, kann auch ein Klapptisch zu einem schmucken Möbelstück geraten. Ein schönes Beispiel dafür ist unser solider Tisch aus einem Rest Eschenleimholz. Kleiner als hier (siehe die Maße auf der Skizze) sollte eine Tischplatte nicht ausfallen, damit der Nutzen nicht zu sehr eingeschränkt wird.

Fensterplatz

Falls Sie nur gelegentlich ins Lager der Bleistiftartisten wechseln müssen, um Post, Kontoverwaltung oder Steuerangelegenheiten zu erledigen, dann wird Ihnen ein Schreibplatz wie dieser willkommen sein. Sie brauchen dafür nicht viel mehr als eine ausreichend große beschichtete Spanplatte, zwei Wandhalterungen, einen 30 mm dicken Rundstab von Nischenbreite sowie zwei Tischbeine als Stützen.
Achten müssen Sie jedoch darauf, genügend Freiraum für die Luftzirkulation des Heizkörpers zu lassen. Den Drehpunkt der Achse zuerst ermitteln!

Türfüllungen

Besonders in Altbauwohnungen finden sich oft Zwischentüren von Zimmer zu Zimmer, die mehr stören, als sie nützen. Stillegen heißt dann die Devise – und dabei kann man gleich noch etwas Stauraum gewinnen. Folgen Sie dem Beispiel links, kann sich hinter der geschlossenen Zwischentür ein ganzer Kleiderschrankverbergen. Er steht im Nebenraum, weist diesem jedoch seinen (schöngemachten!) Rücken. Die Schranktüren werden ausgehängt, da die Zwischentür den Schrank verschließt.
Eine andere Möglichkeit: Sie verschließen den Durchgang auf einer Raumseite mit einer Platte. Die Tür wird ausgehängt, auf dem Speicher verwahrt – und der Platz in der Türlaibung wird für ein paar Bücherborde genutzt.

Garderobenlift

Mehr Platz für Jacken, Hemden oder Blusen wünschen sich all jene, deren Kleiderstange partout nicht für die vorhandene Garderobe ausreichen will. Die Lösung des Problems könnte der Garderobenlift „Servetto“ sein, mit dem man eine zusätzliche Kleiderstange in der sonst unerreichbaren Höhe eines Wäscheschranks unterbringen kann. Die Liftstangen samt der aufgehängten Garderobe lassen sich mit Hilfe der eingebauten öldynamischen Hebevorrichtungen mühelos herauf- oder herabbewegen.

Schrankaufsatz

Wo sich sonst nur Staub ansammelt, nämlich auf den Küchenoberschränken, ist oft noch viel Platz für Dinge, die man nicht jeden Tag in die Hand nehmen muß, die aber in kaum einem Haushalt fehlen: Dekorationsartikel für die traditionellen Feste wie Ostern oder Weihnachten zum Beispiel, Kuchen- und Backformen, Blumenübertöpfe usw. Mit wenig Aufwand lassen Sie diese Dinge hinter einem Rahmen mit Klapptüren (auf Oberschrankbreite abstimmen) verschwinden, bis Sie sie erneut benötigen.
Die Aufschraubscharniere (Easy-On, Häfele) sind mit einer Feder versehen, die die geöffneten Klappen nicht zuschlagen lassen. Ganz Sicherheitsbewußte montieren zusätzlich noch eine Klappenstütze.
Aus Spanplatten, wie das Küchendekor beschichtet, werden Streifen und Türklappen nach den Maßen Ihrer Oberschränke zugeschnitten. Kanten mit Umleimern versehen, Rahmenteile fest verschrauben.

Gepäckbrücken,

Stauraum für Saisonartikel wie Zelt, Luftmatratzen, Schlafsäcke oder Skistiefel können die Bewohner von Altbauten mit langem Flur gewinnen. Die Türzargen dienen als Auflager für mehrere Gepäckbrücken, die die Flurbreite überspannen und über Klappen zugänglich sind. Die Rückwände können fest verschraubt sein, in einem doppelten Boden finden sogar Einbauleuchten Platz. Und wo ein Tür-Gegenüber fehlt, hilft eine Türattrappe aus Latten und Sperrholz.

Nischenschrank

Mit einer Idee und etwas Geschick mehr aus einer vorhandenen Raumnische machen, das ist gar nicht schwer. Folgen Sie doch einfach unserer Anregung. Die Zeichnung rechts läßt erkennen, worauf es ankommt: das Nutzen der vollen Raumtiefe.

Wir haben den hinteren Teil der Nische für zwei Einbauregale genutzt, auf denen eine Menge untergebracht werden kann. Fest montierte Blenden und schmale Schiebetüren machen diesen Stauraum beinahe unsichtbar. Mit etwa 50 cm Abstand kommen zwei Halterungen für eine Garderobenstange an die Wände, der Platz wird also doppelt genutzt – man könnte sagen: optimal.
Eine Doppelfunktion haben wir dieser tiefen Raumnische gegeben. Hinten, mit Schiebetüren abgegrenzt, gibt’s Stauraum durch Regale. Und davor hat eine Gästegarderobe Platz.
In je zwei Lochschienen, an die Wand gedübelt, greifen die Träger des Regalsystems. Sichtblende und Böden haben Vorleimer.
Einfach, aber bewährt: die Schiebetürbeschläge für Schranktüren (Robbi). Schiene an die Decke dübeln, die Laufrollen einhängen.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.