Handsägen: Auf Schub und Zug – Teil.1

By | März 1, 2018

Handsägen: Auf Schub und Zug – Für jeden Schnitt durchs Holz das richtige Sägeblatt

Auch wenn Handsägen inzwischen von elektrischen Sägen fast verdrängt sind, es gibt immer Arbeiten, die sich mit der Handsäge besser und exakter ausführen lassen.

Das Sägen ist die wichtigste und häufigste Art der Holzbearbeitung. Auch wenn sich inzwischen fast alle Zuschnitte mit elektrischen Sägen ausführen lassen – exakte, feine Schnitte führt selbst der jahrelang geübte Fachmann nach wie vor mit der Handsäge aus. Um ein optimales Ergebnis zu erzielen, kommt es zum einen auf die Wahl der richtigen Säge und der richtigen Zahnung, zum anderen aber auch auf die sachgerechte Handhabung der jeweiligen Säge an. Das Sägen ist eine zerspanende Technik. Beim Sägen wird praktisch eine schmale Holzscheibe zerspant (Sägespäne) und aus dem Brett herausgetrennt.

Damit sich das Sägeblatt nicht in der Schnittfuge verklemmt, sind die Zähne geschränkt, das heißt, daß die Zähne abwechselnd nach rechts und links gebogen sind. Damit entsteht eine breitere Sägefuge, als das Sägeblatt dick ist. Feinsägen, die eine möglichst schmale Fuge hinterlassen sollen, haben ungeschränkte Zähne. Damit sich dieses Blatt bei tieferen Schnitten nicht festklemmt, sollte man es vorher mit Wachs (z. B. von einer Kerze) oder einem speziellen Gleitmittel einstreichen.

Entscheidend für den Einsatzbereich der Säge ist die Zahnung des Sägeblattes. Handsägen arbeiten überwiegend auf Stoß. Dies bedeutet, daß die Zähne nur Holz abtragen, wenn sie gegen das Holz geschoben werden. Zugsägen werden nur noch zum Fällen oder Zerteilen von Baumstämmen benutzt. Große Baumsägen, die von zwei Personen bedient werden müssen, haben gerade Zähne, die in beiden Richtungen auf Zug arbeiten.

Die Blätter von Sägen bestehen aus Stahl und rosten bei unsachgemäßer Behandlung. Ein feiner Fett- oder Ölfilm kann das verhindern.

Für exakte, feine Schnitte ist die Handsäge unverzichtbar. Qualitätssägen sind scharf und haben lange Standzeiten, bevor sie nachgeschärft werden müssen.
Da sich gleichmäßig gezahnte Sägeblätter in frischem Holz schnell festsetzen, verwendet man hierfür Sägen mit Hobel- oder Räumzahnung.
Um Holz in Faserrichtung zu zerteilen, verwendet man Sägen mit Reißzähnen. Die Spitzen weisen in Stoßrichtung und sind nur an der Vorderseite geschliffen.
Um die Holzfasern quer zu durchtrennen, verwendet man Sägen mit Dreieckszahnung. Dabei sind alle Zähne exakt gerade nach unten gerichtet.

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