Rasenmäher im Vergleich

By | September 14, 2015

Gute Rasenmäher gibt es schon für rund 100 Euro, man kann aber auch mehrere tausend dafür ausgeben.
Ob man sparen kann oder tiefer in die Tasche greifen sollte, hängt vor allem von der Größe des Rasens ab.
Denn wenn mit dem kleinsten Mäher ein ganzes Fußballfeld bewältigt werden muß, sind auch 100 Euro zuviel.

Ob feiner englischer Rasen, strapazierfähiger Spielrasen oder pflegeleichter Blumenrasen: Er muß geschnitten werden. Oft wird der Mäher nur ungern in Gang gesetzt, denn manche Geräte machen es einem ganz schön schwer. Mit einem guten, das heißt für die Rasenfläche weder zu großen noch zu kleinen Gerät mit scharfen Messern ist die Arbeit dagegen schnell erledigt. Bei der Entscheidung für den richtigen Rasenmäher spielen neben der Größe auch die Form und Lage der Fläche eine Rolle. 500 Quadratmeter sind gut mit einem Elektromäher zu schaffen, wenn es sich um ein rechteckiges Stück ohne Bäume oder Büsche handelt. Ist die Fläche dagegen verwinkelt und durch Beete oder Gehölze unterbrochen, ist das Kabel lästig, und ein kleiner Benzinmäher fwäre viel praktischer.

Anstrengend wird das Rasenmähen oft bei Hanggrundstücken. Zwar mäht man ohnehin niemals von oben nach unten, sondern quer zum Hang, aber es kommen schon Kilometer zusammen, wenn man die Strecke ausrechnet, die mit dem schweren Gerät zurückgelegt wird. Ein Mäher mit Radantrieb ist in so einem Fall sehr empfehlenswert.
Um einen Überblick zu geben, welcher Mäher unter welchen Bedingungen am besten geeignet ist, haben wir Ihnen die verschiedenen Typen  hier zusammengestellt.

Handmäher
Mit einem Walzen- bzw. Spindelmäher werden die Halme wie mit einer Schere geschnitten. Das Resultat ist ein perfektes, sauberes Schnittbild. Voraussetzung ist aber immer, daß die Messerwalze und das Untermesser genau justiert sind. Und, auch das ist sehr wichtig, Hand-
mäher mögen keine langen Grashalme. Deshalb eignen sie sich nur für Rasenflächen, die regelmäßig mindestens einmal in der Woche gemäht werden. Sehr angenehm an diesen Geräten ist ihr geringes Gewicht (sie lassen sich leicht transportieren) und die bescheidenen Abmessungen: Für sie findet sich immer ein Stauraum. Modelle mit berührungsloser Messerkonstruktion lassen sich mühelos schieben. Außerdem fallen Handmäher nicht unter die Rasenmäher-Lärmverordnung und dürfen jederzeit, auch am Sonntag, benutzt werden.
Der Vollständigkeit halber sei er-‚iwähnt: Es gibt auch Spindelmäher mit Motorantrieb. Sie sind sehr teuer, für konsequente Verfechter und A Anhänger der englischen Rasenkultur sind sie aber wegen des per. fekten Schnitts ein Muß.

Elektromäher
Elektromäher sind mit sehr unterschiedlicher Motorleistung und Schnittbreite zu haben. Die stärksten schaffen auch den Schnitt von relativ langem Gras. Luxusmodelle haben sogar einen eigenen Radantrieb. Die Vorteile der Elektromäher gegenüber denen mit Benzinmotor:

•    Sie brauchen keine Motorpflege und -Wartung,

•    geben keine gesundheitsschädlichen Abgase ab,

•    sie sind relativ leise und damit umweltfreundlich,

•    sie lassen sich leicht und zuverlässig zu starten,

•    sie sind auch für technisch wenig Interessierte sehr einfach zu handhaben,

•    sie liegen mit den laufenden Betriebskosten niedrig.

Eine Neuentwicklung bei den Elektrogeräten sind die Akkumäher, die besonders für Flächen gut geeignet sind, die durch Büsche, Bäume und Beete vielfach gegliedert sind. Eine Akkuladung reicht – je nach Ausstattung des Geräts -für eine Fläche von 200 bis 500 Quadratmetern. An eine Schnelladestation angeschlossen, ist ein Akku nach zwei bis drei Stunden betriebsbereit.
Rasengrößen und passende Mähertypen
Die neuen Spezialisten
Sie schweben über der Grasnarbe und sind für jeden normalen, glatten Rasen geeignet: Luftkissenmäher gibt es inzwischen mit Grasfangkorb und Benzinmotor (Flymo, Black & Decker).
Drahtkrallen richten die Halme auf und „kämmen“ die Grasnarbe, dann werden die Halme geschnitten und schließlich in den Fangkorb befördert: Drei Funktionen erfüllt der Lüftermäher, den es mit Benzin- und Elektromotor gibt (Brill).
Ein Spezialmesser zerschneidet die Halme extrem fein. Dann blasen die Mulchmäher den Rasenschnitt tief in die Grasnarbe und sorgen so für Dünger. Im Angebot: sieben Modell, alle Benziner (Toro).
Benzinmäher

Für große oder schlecht zugängliche Rasenflächen sind Benzinmäher ideal. Sie sind robust und werden auch mit dem Nachurlaubsrasen oder mit Wiesen gut fertig. Elek-trostarthilfe und Selbstfahrein-richtung erleichtern die Handhabung sehr.

Die Mäher werden mit Zwei-und Viertaktmotoren angebo-ten. Der Unterschied: Viertaktmotoren werden mit normalem, bleifreiem Benzin betankt und brauchen jährlich einen Ölwechsel. Bei Zweitaktmotoren kommt etwas Öl ins bleifreie Benzin, deshalb entfällt der Ölwechsel. Vor der Winterpause müssen die Motoren aber sorgfältig gewartet werden. Auf schräggelegenen Flächen garantieren allein Zweitakter störungsfreien Betrieb. Die Vorzüge von Benzinmähern im Überblick:

• Sie sind überall einsetzbar und frei beweglich, so daß auch Büsche und Bäume im Rasen kein Problem sind.

•    Sie sind als einzige für sehr große Rasenflächen geeignet, weil Elektrokabel für draußen nur 50 m lang sein und nicht zu mehreren zusammengesteckt werden dürfen.

•    Sie sind sicherer, weil sie ohne Kabel arbeiten. Kein Kabel,
keine Gefahr, dieses zu beschädigen.

Alle Motormäher arbeiten mit einem Sichelmesser, das die Halme köpft. Je schärfer das Messer ist, desto sauberer wird der Schnitt, unabhängig vom Antrieb.

Einmal Harken vor dem Mähen

■    Abgestorbene Äste, krautige Stiele und vor allem kleine Sternchen können beim Rasenmähen hochgeschleudert werden und Verletzungen verursachen. Deshalb vorher absammeln.

■    Maulwurfshügel mit dem Rasenmäher einzuebnen ist die schlechteste Möglichkeit, denn dadurch werden die Messer stumpf. Solche Erhebungen werden mit der Harke glattgezogen.

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