Kamin mit Grillplatz

By | März 1, 2018

Außenanlagen: Kamin mit Grillplatz – Wo das Gemütliche und das Kulinarische sich treffen.
Ein Außenkamin – zumal in Kombination mit einem Sitzplatz – kann der attraktive Mittelpunkt des Gartens sein. Wir zeigen, wie dekorativ er aussieht und wie Sie ihn bauen.

Bevor Sie den Bau des Kamin-und Grillbereichs beginnen, müssen Sie seine Größe und Lage bestimmen und mit dem Bauamt klären, ob eine Baugenehmigung erforderlich ist oder eine Bauanzeige genügt.

Neben dem Sitzbereich um den Kamin herum können Sie einen Eßplatz einplanen, der zu jeder Gelegenheit zur Verfügung steht. Beim offenen Grill können Sie eine Wasserstelle anbringen. Als Abfluß dient einfach eine Öffnung in der Umgrenzungsmauer. Es sollte auch möglich sein, einen Gartenschlauch anzuschließen.

Unter dem Grill werden die Nischen mit verschließbaren Türen versehen, damit die Grillgeräte bei Nichtbenutzung sicher verwahrt sind. Die Sitzbänke bestehen aus Sitzbankplatten auf Einzelfundamenten. Sie können durchgehend geschalt werden – etwa 17 bis 20 cm hoch oberhalb des geplanten Plattenbelags. Das Mauerwerk wird unmittelbar auf die Sitzbankplatten aufgemauert.

Ist eine Pergola über dem gesamten Bereich vorgesehen, so werden in den Eckpunkten Stützpfeiler hochgemauert. Achten Sie darauf, daß die aufliegenden Holzbalken nicht zu große Spannweiten überbrücken müssen. Denn in so einem Fall sind Zwischenpfeiler notwendig. Der Au-ßenwohnbereich wird mit Bodenplatten aus Naturstein belegt.

Zu den Bauphasen des Kamin-Grills: Aufgrund des Lageplans wird die ungefähre Stelle des Außenkamins örtlich eingemessen. Dann bauen Sie die Meßgerüste auf, in deren Bereich Sie den Mutterboden abtragen und die Fundamente ausheben. Füllen Sie anschließend den Beton in die mit Schalöl bestrichene Schalung.

Eine Pergola (oben) gibt der Anlage den Charakter einer Laube. Ihr Herzstück ist ein Fertigteil-Kamin, an dem sich die übrigen Maße orientieren.

Der Kamin gewinnt phasenweise Gestalt

Setzen Sie den Fertigteilkamin mit Mörtel auf das Fundament. Legen Sie darauf die erste Steinschicht und messen Sie zur Sicherheit noch einmal nach. Dann mauern Sie auf. Es empfiehlt sich, unter die erste Schicht entweder Dachpappe zu legen, damit keine Feuchtigkeit aus dem Betonfundament ins Mauerwerk hochsteigen kann, oder der ersten Mörtelschicht zu demselben Zweck einen wassersperrenden Zusatz zu geben. Zum Aufmauern sind sogenannte Steinpläne erforderlich, nach denen Sie die Steinschichten planmäßig anlegen.

Dann wird die Betonschalung für die neunte Schicht angefertigt und aufgestellt. Beton, der eventuell durch die Schalung, an den Seiten oder im Bereich der Spanplatte durchfließt, läßt sich später mit einem Meißel entfernten. Bevor Sie betonieren, sollten Sie die Zwischenräume zwischen Kamin und Mauerwerk mit Blähton oder ähnlichem anfüllen.

Die Betonplatte wird mit einer Baustahlmatte armiert. Sie muß 2 oder 3 cm von der Unterkante entfernt liegen, damit der Beton den Stahl überall gleichmäßig überdecken kann. Eventuell ist es schwierig, die Stahlmatte als Ganzes um den Kamin herumzulegen. Dann versuchen Sie es in Einzelteilen. Eine zweite -handwerklich einfachere – Möglichkeit besteht darin, Rundstäbe mit 6 mm Durchmesser in Abständen von 16 cm in jeder Richtung in die Schalung zu legen. Wenn der Stahl eingebracht ist, können Sie den Beton einfüllen, leicht rütteln und oben mit einem Brett abziehen. Eine Verbindung zwischen der Betonplatte und dem Fertigteileinsatz verhindern Sie, indem Sie Styropor- oder Leichtbauplatten einfügen. Andernfalls können Wärmespannungen auftre-ten. Für die oberen Teile brauchen Sie ein kleines Gerüst, das Sie aus den Schalbohlen bzw. Schalkanthölzern herstellen können. Zum Schluß wird die obere Abdeckplatte eingeschalt und mit Beton verfüllt.

Mit Fundament, zwei Betonplatten und dem 3,65 m hohen Schornstein nimmt sich der Kamin aus wie ein mehrstöckiges Gebäude en miniature.

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