Kamelie (Kamellie) – Camellia japonica

By | Juni 21, 2017

KAMELIE (KAMELLIE)

Camellia japonica L.

Familie: Teegewächse – Theäceae

Name: Camellia (f.) nach Abbe Camellius (Jesuitenpater Georg Josef Kamell; 1661-1706) aus Brünn, der die Flora der Philippinen erforschte und das prächtig blühende Teegewächs um 1740 aus Japan nach England einführte; japönicus, -a, -um lat. = aus Japan stammend.

Herkunft: Ostasien; als Strauch oder Baum lichter Gebirgswälder in Meeresnähe wachsend.

Blütezeit: Februar bis April; zum Verkauf als Topfpflanze angetrieben ab Ende Dezember.

Anzucht: In Spezialbetrieben (Moorbeetkulturen) durch Stecklinge; selten durch Veredlung; durch Aussaat nur zu Züchtungszwecken.

Pflegeansprüche: Im Winter heller, aber kühler Standort (bei etwa 5 bis 10 °C); im Sommer absonniges, recht luftiges Zimmer. Ab Juni können Kamelien auch im Freien stehen. Man füttert die Töpfe an einer halbschattigen Stelle des Gartens ein und gießt regelmäßig, so daß die Pflanzen nie ballentrocken werden. Ab Anfang August ist das Bewässern etwas einzuschränken, damit der Jahrestrieb ausreift und Blütenknospen angesetzt werden. Im September stellt man die Pflanzen dann wieder in ein kühles, sonniges Zimmer und gießt reichlicher, sobald sich die Knospen stärker entwickeln. Bis zur Blütenentfaltung sollen die Pflanzen möglichst kühl (bei 8 bis 10 °C) stehen. Lufttrockenheit und zu hohe Temperaturen führen zum Abfallen der Knospen oder Blüten.
Zum Gießen soll man nur „weiches“ d.h. kalk- und magnesiumarmes Wasser (am besten stubenwarmes Regenwasser) verwenden. Das Umtopfen sqllte etwa alle 3 Jahre unter Verwendung von Erde mit saurer Reaktion (sandige Moorerde) vorgenommen werden. Dabei ist zu beachten, daß man die Pflanze nicht tiefer setzt, als sie bisher gestanden hat. Zum guten Wasserabzug gibt man unten in den Topf stets eine Schicht groben Sandes. Die erforderliche Spezialerde muß man sich in einer Gärtnerei beschaffen.

Besonderes: Die Kamelie zählt zu den schönsten winterblühenden Topfpflanzen und wirkt auch während der blütenlosen Zeit durch ihre immergrüne, lederartige Belaubung zierend. Bei zusagender Behandlung kann man mehrere Jahrzehnte alte, stattliche Exemplare heranziehen, die alljährlich reich blühen.
Als Topfblume wird von den zahlreichen Sorten die altbewährte ,Elegans (Chandler)‘ bevorzugt; sie blüht gefüllt, rosa mit weiß durchsetzt.

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