Blüten und Beeren im Garten – So wird’s im Winter richtig bunt

By | August 11, 2015

Es gibt keinen Grund, warum Ihr Garten nicht auch im Winter farbenprächtig strahlt. Sie brauchen nur die richtigen Pflanzen.

Jede Jahreszeit hat ihre eigenen Farben. Der Frühling kündigt sich mit zarten Gelb- und Lilatönen an, der Sommer bringt eine überwältigende Fülle von Rot, Weiß, Rosa, Gelb und Blau, der Herbst geht mit sattem Rost und Violett zu Ende.

Und auch der Winter hat Farben zu bieten. Das dunkle Grün der Rhododendren wirkt im fahlen Licht oft blauviolett, die roten Zweige des Sibirischen Hartriegels leuchten stärker als sonst, und die goldgelben Halme des Reitgrases bringen einen Hauch von Sonne in dunkle Ecken. Vor allem aber sorgen Beerensträucher für Farbe im winterlichen Garten. Skim-mie (im großen Bild), Sanddorn, Berberitze, Stechpalme und viele andere haben jetzt ihren Auftritt, der um so prächtiger wirkt, je geschickter die Pflanzen plaziert sind.

Denn im Winter zeigt sich die Struktur des Gartens, die durch den Wechsel von immergrünen und sommergrünen Sträu-chern geschaffen wird. Vor dem ruhigen Hintergrund von Eiben, Rhododendren oder Stechpalmen kommen die Farben von Blättern, Beeren oder Blüten viel besser noch zur Geltung als später im Jahr, wenn Frühlings- oder Sommerblumen die Blicke auf sich ziehen.

Wie im Garten so kommt es auch auf dem Balkon darauf an, den Blick aus dem Fenster attraktiv zu gestalten. Immergrüne Gehölze in Kübeln, Blumenkästen mit winterblühenden Pflanzen und ein paar Gräser, die mit Rauhreif überzogen besonders filigran wirken, schaffen eine reizvolle Mischung von Farben und Formen.

Unter den Pflanzen, die im Winter blühen, eignen sich Haselnuß, Schneeheide, Zaubernuß, Winterjasmin, Winterkirsche und Duftschneeball sowohl für Kübel wie die Pflanzung im Garten.

Die Beerensträucher wie Sanddorn, Berberitze, Stechpalme, Feuerdorn oder Hundsrose werden bald zu groß für den Balkon und sollten besser von vornherein als Solitäre oder Teil einer Gehölzgruppe im Garten gepflanzt werden.

Die kleinen Blüher wie Schneeheide und Christrose ebenso wie niedrigbleibende Gehölze, die leuchtende Beeren tragen (z. B. Cotoneaster-Sorten, Skimmien, Torfmyrten oder Scheinbeere), bekommen am besten einen Platz direkt vor der Terrasse oder vor den Kübeln mit höheren Pflanzen. Wo genau sie plaziert werden, entscheidet man, indem man vom Fenster aus den Standort ausguckt.

So genügsam die Wintergewächse auch sind, sie brauchen um diese Zeit nicht nur freundliche Blicke, sondern an frostfreien Tagen auch Feuchtigkeit. Denn sie verdunsten über Blätter und Blüten Wasser, das der trockene Boden nicht nachliefern kann. Bei Kahlfrost (wenn es friert und der Boden nicht durch eine Schneedecke geschützt ist) hilft eine Bodenabdeckung aus Reisig oder Stroh, die Winterkälte zu überstehen.

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